Weihnachtsbrief 2011
Weihnachten 2011
Ein sehr aufregendes Jahr geht für uns zu Ende, diesmal mit der nicht ganz neuen Erkenntnis, dass Dinge oft anders sind, als sie scheinen.
Um die Atomkraft ist es still geworden, die Regierung zieht den Ausstieg konsequent durch.
Dafür nochmals vielen Dank für den Beginn einer neuen Energiepolitik.
Die Klagen der Energiekonzerne wird man sicher überstehen.
Energie wird auch ohne Nutzung der Atomkraft verbraucht, da gibt es noch genug zu verdienen.
Ob es wohl sinnvoll ist seinen Auftraggeber zu verklagen?
Das wird sicherich durchdacht sein!
Wie es den Menschen in und um Fukushima geht ?
Das wird in der Presse leider nicht mehr erörtert und wir können nur wünschen, dass die Folgen absehbar sind.
Neue Themen wie Staatsinsolvenzen, Diskussionen um den Euro an sich,
Wege aus der Schuldenkrise durch Eurobondanleihen werden allgegenwärtig.
Osama Bin Laden wird gefunden, erschossen und verschwindet sofort in den Weiten des Ozeans.
Al Gadaffi, langjähriger Freund vieler Staatsmänner und Showgrößen wird in Libyen abgesetzt, gefunden und ebenfalls ermordet,verschwindet aber in diesem Fall nicht einfach im Ozean.
Beide hätten sicher eine Menge zu erzählen gehabt,daraus wird nun nichts mehr.
Hoffentlich macht diese Art der Problemlösung keine Schule.
Die Manager der „Bad Bank“ Hypo Real Estate , verwechseln plus und Minus und verrechnen sich um 55 Mrd. Euro und den Wirtschaftsprüfern von „Pricewater House“ fällt das nicht malauf.
Da wird einem richtig unwohl, wenn sogenannte Ratingagenturen über die Kreditwürdigkeit von Staaten entscheiden dürfen und diese fast in die Insolvenz treiben.
Hoffentlich haben zumindest die Manager von „Standard und Poors“ „Moodys“ und „Fitch“ das mit dem Plus oder Minus verstanden.
Wenn ich noch an das Theater mit dem Finanzamt Düsseldorf denke, als wir 2009 unseren Mitarbeitern einen Essensgeldzuschuss von 3 Euro gezahlt haben !
In Stuttgart erreicht eine Demonstration endlich mal ein Ziel, stoppt zunächst das Bauprojekt Stuttgart 21 und erreicht sogar damit einen Regierungswechsel von CDU auf GRÜNE.
Gebaut wird der Bahnhof zwar nun doch, mangels ausreichender Wahlbeteiligung aber auch aufgrund der verdrehten Fragestellung.
Aber immerhin, es geht doch noch was in Deutschland.
Nach Schweinepest, Hühnergrippe, Rinderseuche durfte durch die neuen EHEC Bakterien im Juni kein Gemüse mehr gegessen werden.
Nur Vegetarier zu sein, ist eben auch keine Lösung.
139 Opfer durch rechtsextreme Gewalt seit 1990, Null Opfer durch links extreme Gewalt, zeigen anhand von Fakten auf, von welcher Seite uns wirklich Gefahr droht.
100 sogenannte V - Leute sind seit Jahren in die NPD eingeschleust worden und keinem ist offensichtlich aufgefallen, dass die „braune Armee Fraktion „ keine Fraktion im deutschen Bundestag ist.
Das liegt offensichtlich wohl daran, dass die Bundesländer diese Dinge lieber intern „regeln“ !?
Na,woher soll der Verfassungsschutz denn das dann auch wissen?
Es geht um neun ausländische Kleinunternehmer die in den Jahren 2000 – 2006 und die Polizistin Michele Kiesewetter, die 2007 ermordet wurden.
Dank der Informationen die der örtlichen Polizei mehr durch Zufall in Zwickau in die Hände gefallen sind, kommen diese Informationen an die Öffentlichkeit.
Was wohl herausgekommen wäre, wenn die Mitarbeiter des Thüringischen Verfassungsschutz als erster an dem Campingbus und in dem Wohnhaus gewesen wären.?
Nun weiß man zumindest wer die Morde begangen hat, wie das aber alles zusammenhängt, das weiß man dann wieder nicht.
Es sieht trotzdem so aus, als würden mal wieder nur die Informationen öffentlich gemacht, die nicht mehr zu vermeiden sind.
Anschließend hüllt nach sich schnell wieder in Schweigen.
Nun, deshalb heißt Geheimdienst eben Geheimdienst.
Ob das in einer Demokratie aber wirklich so geregelt sein muss ?
Vielleicht könnten einige der 139 Opfer noch leben, wenn diese V-Leute, für die es in der DDR eine andere Bezeichnung gab, ihre Informationen an die Kriminalpolizei weitergeben würden, statt über „tote Briefkästen“ mit Ihren Vorgesetzten auf beiden Seiten leere Briefbögen auszutauschen.
Ich war 2007 schon überrascht, wie schnell die Ermordung der Polizistin Michele Kiesewetter aus den Medien war.
Aber jetzt wird ja die Bevölkerung um Mithilfe gebeten,da wird ja bald alles ans Licht kommen.
Politische Lichtblick sind einzig die Piraten die selbst zur eigenen Überraschung in den Berliner Landtag eingezogen sind.
Endlich mal wieder ein Zünglein an der Waage, dass uns hoffentlich auf viele“ Internas“ aus der Landes - und hoffentlich auch bald der Bundespolitik aufmerksam machen wird und uns schützt vor der Kontrolle des Internets und unserer privaten Daten.
Das hatten wir zuletzt 1983 bis etwa 1990 mit der ersten Wahl der grünen Partei in den Bundestag.
Dass bei den ganzen Wirren, eine neue Volkskrankheit um sich greift, ist fast kein Wunder.
„Burn Out“,seit Monaten in aller Munde , zeitweise Schlagzeile aller wichtigen und unwichtigen Tageszeitungen und Thema vieler Talk Shows.
Bei offensichtlicher Überforderung geht man zu Arzt, klagt meistens über den Job, wird krankgeschrieben und bleibt dann oft Monatelang in Therapie.
Überforderung ist natürlich auf keinen Fall gut und auch der Arbeitgeber muss mit darauf achten, dass die Anforderungen im Beruf nicht zu groß werden und rechtzeitig bremsen.
Es kommt aber auch vor, dass die Probleme aus dem privaten Umfeld kommen und erst mal auch aus Scheu, auf die Arbeit übertragen werden.
Somit führen Verbesserungen im Job nicht automatisch zur Verbesserung der Lebenssituation.
Vorgesetzte bekommen Probleme der Kollegen ob privater oder beruflicher Natur in der Regel recht schnell mit, da man ja den ganzen Tag zusammenarbeitet und die Kollegen kennt.
Ein gutes Gespräch hilft dann schon mal und wenn es Dinge zu regeln gibt,die sich so einfach nicht regeln lasen helfen auch schon mal ein paar Tage Urlaub.
Man muss nicht immer gleich krank werden, es gibt Arbeitgeber die den Mitarbeitern dafür sogar auch mal Sonderurlaub geben.
Anschließend kann man Aufgaben neu verteilen und so zumindest im beruflichen Umfeld unterstützen.
Aber leider ist diese Diagnose auch ein gutes Geschäft für die Ärzte, und welcher Arzt möchte schon dafür verantwortlich sein, wenn ein Patient doch mehr belastet ist, als er vielleicht selbst einschätzt.
Jeder sollte unbedingt für sich gut überlegen, ob eine ärztliche Dauerbehandlung wirklich den Erfolg zurückbringt, oder ob nicht vielleicht eine dauerhafte Angst vor allen Anforderungen einen später eher zurückhält.
Neue Aufgaben anzugehen und sich selbst aber auch den Arbeitgeber davon überzeugen, dass man den neuen Anforderungen nun gewachsen ist, ist sicher nicht ganz einfach.
Schwieriges Thema, da man kaum eine genaue Bewertung abgeben, jeder Fall ist anders.
Ich stelle nur fest, dass oft zu wenig miteinander gesprochen wird, Mitarbeiter mit Problemen nicht immer ernst genommen werden, und das das Miteinander in der den Abteilungen und zwischen Vorgesetzten und Mitarbeiter zu kurz kommt.
In diesem Jahr gab es für einige Kollegen und mich persönlich einige sehr schwierige Wochen, und wir standen zweimal vor schier unlösbaren Problemen.
Aber diese Probleme haben wir gemeinsam besprochen, Lösungen diskutiert und verworfen ,neue Ansätze versucht und nach und nach stellte sich nach vielen Rückschlägen zunächst das Erfolgsgefühl und später der Erfolg selbst wieder ein.
Einige von uns kennen jetzt ihre Grenzen viel besser als zuvor und wissen, wann man wo lieber ein oder zwei Schritte zurückgeht oder wo man auch mal einen Schritt zulegen kann.
Das machen wir aber dann auch und siehe da, wir sind wieder erfolgreich, nur gehen wir die Dinge heute pragmatischer an als zuvor.
Es war nicht nur die Arbeit, die zu diesem Stress geführt hat.
Es war zum wesentlichen Teil einfach die Enttäuschung über Menschen, die man über viele Jahre für Partner und Geschäftsfreunde gehalten hat und die aus egozentrischen Gründen Entscheidungen trafen, die in dem Moment wo sie getroffen wurden, nicht mehr nachzuvollziehen waren.
In dem Fall hat die Entscheidung einer einzelnen Person,bei uns in München fast viele Arbeitsplätz gekostet.
Nur durch den großen Einsatz der Mitarbeiter, unter wirklich größter psychischer und physischer Belastung, konnte das verhindern und so konnten Arbeitsplätze neu formiert werden.
Niemand gab auf, niemand wurde krank und niemand ging in Urlaub.
Im Gegenteil, jetzt erst Recht, war die fast trotzige Antwort auf den drohenden Verlust der Arbeitsplätze.
Auf dem Tiefpunkt wurden die Gemeinsamkeiten so stark, dass alles was danach kam zwar angespannt aber nur noch professionell abgewickelt wurde.
„Morgens um 05:00h“ hat seit Mittwoch, dem 28.September 2011 für uns eine
eigene Bedeutung gewonnen.
Jeder nahm seine Verantwortung wahr, man unterstütze sich gegenseitig.
Was für ein Team!
Rückhaltlose Unterstützung von Kunden und Partnern, den Mitgliedern der neuen Speditionskooperation in München, der "24plus" und natürlich durch die Mitarbeiter von ABC Düsseldorf die Wochen - und Monatelang, vor Ort dabei waren,zeigten, dass wir auf dem richtigen Weg waren.
Dafür kann man nicht genug danken.
Nun ist der Erfolg wieder da, und die Ereignisse von April bis Oktober 2011 verlieren an Bedeutung.
Allen Betroffenen kann ich hier nur größten Respekt aussprechen.
Die Ereignisse haben mir und sicher auch allen anderen mal wieder bestätigt, dass man gemeinsam viel erreichen kann.
Ich möchte damit meinen Weihnachtsbrief 2011 schließen und freue mich auf die neuen Herausforderungen nächstes Jahr und unsere Zukunft mit Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten.
Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!
Ihr Holger te Heesen














