Sommerfest 2017 - ABC-Logistik GmbH Düsseldorf München - Spedition, Logistik, Lagerhaltung

Sommerfest 2017

Sommerfest 09.09.2017

Ich begrüße alle Mitarbeiter, unsere neuen Auszubildende, die mehr als 50 neuen Mitarbeiter, die noch bei keinem Sommerfest dabei waren, alle Freunde des Unternehmens hier und die Familien. Meine eigene Familie, meine liebe Frau Ruth die wieder laufen kann, meinen Sohn Michael und dieses Mal neu: Phillip mein Neffe, der ein paar Monate zum Schnupperkurs in die Spedition gekommen ist, und dem wahrscheinlich auch schon ein wenig Diesel (Euro6 mit AdBlu) ins Blut geflossen ist. Ganz besonders bedanken möchte mich bei Uwe Bohlke, der seinen schweren Schlaganfall bald überstanden hat und gerade für uns als Tim Berger für die Anfangsstimmung gesorgt hat. Und unseren ältesten Mitarbeiter und Lagerleiter Alwin Best der mit 76 Jahre die Verantwortung für drei Lagerhallen perfekt umsetzt. Und dann möchte ich heute besonders erwähnen: die Kraftfahrer, deren Beruf sich immer mehr zu einer ganz besonderen Herausforderung entwickelt. Staus, Termindruck, Kunden und Dispovorgaben, Wartezeiten an dem Rampen Lenk und Ruhezeiten, Park und Durchfahrverbote...all´ das macht aus dem Fahrerleben immer mehr einen wirklichen Stressjob und das, ohne Perspektive einer Änderung.

Dann mal ein ganz großes Lob an die PUKY Mannschaft am Fallhammer 25, die gestern sich selbst mit 6.469 Picks übertroffen hat. Wir sollten uns dann am besten auch gleich mit einem Applaus beim Sommerfestteam bedanken, die das alles das alles hier auf die Beine gestellt haben Britta Jansen, Steffi Merks, Sebastian Schramm und allen anderen die sich engagiert haben, um das Fest hier möglich zu machen. Der Umbau von einem Outdoor Fest in ein Indoorfest für 400 bis 500 Menschen war eine zusätzliche große Herausforderung. Danke !! Einfach großartig hinbekommen !

Sommerfest 2017 - 20 Jahre ABC

1997: 50 qm Büro, Teppich für 1,25 DM pro qm, Renovierung und Steckdosenverlegen vollständig in Eigenleistung. Alte Büromöbel und Stühle geschenkt von Freunden beim Finanzamt in Remscheid Lennep. Telefonanlage, Fax, aber weil wir die Idee hatten, dass eine Internetseite mal wichtig sein könnte, eine der ersten www.Seiten in der Spedition überhaupt. Altes Lager mit einer Vielzahl von freilaufenden Haustieren, unbeheizt aber mit Rampe. Gemieteter Gabelstapler, ein gemieteter 7,5 to. Von heute auf Morgen 130.000 DM Schulden, 100.000 DM von der Stadtsparkasse Wuppertal, abgesichert mit allem was ich hatte. 30.000 DM von einem Freund , ohne Sicherheit und Quittung. So standen wir am 01.01.1997 da und warteten darauf, dass das Telefon klingelt. Ich bin oft gefragt worden, wie man dazu kommt sich überhaupt selbstständig zu machen. Und das kam so:

Bei Viktoria Transport war ich seit vielen Jahren erst Niederlassungsleiter und dann Geschäftsführer. Mit dem Inhaber Klaus Schäfer und  dem dazugehörigen Paketdienst German Parcel Düsseldorf, Neuss und Wuppertal entwickelten wir 1995 eine gemeinsame Verkaufsstrategie.“TWO in ONE“. Zum 01.01.1996 fusionierten Viktoria Transport und WM - Thommessen zur WMTV. Im Februar 1996 wurde die insolvente Spedition Koch aus Neuss übernommen. Gleichzeitig gab es einen Umzug aus dem Düsseldorfer Hafen  und aus dem Logistikzentrum der WM-Thommessen damals aus Duisburg in die neue, für damalige Verhältnisse riesige Speditionsanlage in Neuss. So waren plötzlich über 800 Mitarbeiter an einem neuen Standort, und vielleicht zweihundert waren eingearbeitet. Das Geschäft lief natürlich nicht sofort rund, und ich hatte echt viel zu tun. Mir  wurde aber erklärt, das mein Platz nicht an der Seite meiner Mitarbeiter, Kunden und Partner sei, sondern ich die Gesellschafter, Löhr (WM) Hüttemann,(Thommessen) unterstützen müsse. Die wiederum hatten völlig unterschiedliche Interessen, was die Zukunft des Unternehmens anging.

Das Ganze spielte sich einschließlich Umzug in der Zeit von April 1996 – August 1996, also alles innerhalb von 5 Monaten ab. An einem Morgen im Juli 1996, als es um die wichtigen Frage ging, ob der Verkaufsleiter seinen Audi behält, oder nun Golf fahren sollte und ob ein Gesellschafter für Leistungen mehr Geld bekommen sollte, als Unternehmer habe ich am selben Tag gekündigt. Einfach so! Am gleichen Tag war klar, dass ich nie mehr angestellt sein möchte und ich mich mit einem Partner selbstständig machen würde. Meine Mitarbeiter, Geschäftafreunde, Partner, und auch die Unternehmer haben schon zu lange stillhalten müssen.

Am 01.01.1997 wurde ein neues Unternehmen unter dem Arbeitsnamen „ABC" gegründet. Ein Name der bis heute aus vielen Gründen sehr zum Erfolg beigetragen hat. Mein Partner wurde beteiligt und die ersten 3 Mitarbeiter kamen sofort mit. Es war von Anfang an unglaublich, was den Zuspruch aller Geschäftsfreunde und die Auftragslage anging. So konnte innerhalb von 1 Jahr schon ein ordentlicher Umsatz erreicht werden und im 2. Jahr schon begonnen werden, die Schulden zurückzuzahlen. Ehrensache, dass zuerst die geliehenen 30.000 DM zurück gingen. Viele alte Mitarbeiter kamen in der Zeit zurück und das Wachstum hört bis heute nicht auf.

Unglaublich viel ist bei uns in den 20 Jahren noch viel mehr passiert: von der Lausward 34 zur Franzius Str 2, von der Franziusstr zum Cuxhavener Str.2-4, Cux 2, Cux 4, Cux 6 Bremer 2,Bremer 68, Fallhammer 2 Fallhammer 9 Fallhammer 25 Fallhammer 15. Weizenmühle 2, Weizenmühle 14, Hammer Landstr.4, Hansa 12, Hansa 16, Duisburger 16., Parkstr.10, Robert Boschstr.9, Robert Boschstr.19, Transportowa...um nur die wichtigsten Stationen unserer Lager und Bürostandorte zu nennen. Es wurden die Unternehmen ABC - Polska, ABC-München, ABC - Frachtenbörse, Bote, Siegerland - Logistik und die ABC - Messe gegründet. ABC - München existiert heute unter dem Namen ABC-Warehousing, die Siegerland Logistik weiter als SGL –Logistik. Die ABC - Messe gibt es auch noch, aber daran sind wir seit 2012 nicht mehr beteiligt.

Große Logistikflächen wurden im Hafen  für uns neu gebaut und die Investoren haben bis heute großes Vertrauen, da wir unsere Mieten und Schulden immer pünktlich zurückgezahlt haben. Und das obwohl wir einige sehr, sehr schwere Jahre dazwischen hatten: 2001 mit Michelin, 2006 – 2011 die Misserfolge mit den anderen ABC Gesellschaften, 2012 als mein Partner ausschied, und ausgezahlt werden musste und plötzlich kein Geld mehr da war und zuletzt 2016, als unser mittlerweile größter Kunde aus firmenpolitischen Gründen vorübergehend nahezu das gesamte Geschäft in Deutschland einstellte. Dabei aber leider vergaß uns rechtzeitig darüber zu informieren, das hat uns unter anderem das letzte Sommerfest gekostet, da jeder Cent für Löhne und andere Kosten gesichert werden musste.

Wir haben alles zusammen gemeistert, und die Politik, alle Mitarbeiter immer mit einzubinden hat sich bewährt. Nach dem Motto in guten und in schlechten Zeiten sind die allermeisten hier beisammen geblieben. Nun hat sich das Jahr 2017 recht gut entwickelt, aber wir stehen in der 2.Jahreshälfte schon wieder vor neuen Herausforderungen. Ich habe in den letzten Jahren eine eigene Sichtweise entwickelt, um das alles immer wieder durchzustehen: stellen sie sich vor, wir schwimmen gemeinsam in einem Meer und sind sicher, dass hinter den nächsten Wellen Land in Sicht kommt, dann scheint die Sonne, die Wellen werden kleiner und wir treiben entspannt auf das Ufer zu. Dann aber ziehen plötzlich Regenwolken auf und die Wellen werden wieder so hoch, dass wir gar nichts mehr sehen und aufpassen müssen, das wir uns nicht aus den Augen verlieren und uns gegenseitig bei drohender Erschöpfung helfen. Zurückgetrieben werden wir auch noch. Also ein Auf und Ab fortwährend, und wir entwickeln im Wasser immer neue Ideen, nun doch ans Land zu kommen, nicht alles klappt, wir kommen voran, können Haie und Piraten verjagen und wir merken, je besser wir uns gegenseitig helfen, umso schneller werden wir am Strand sein, und uns ausruhen können. Ich glaube jetzt sind nur noch knapp 1000 km zu schwimmen. Geht doch!

Ich möchte gerne nochmals auf unsere Entwicklung gerade in den letzten Jahren zurückkommen. Ich habe gesagt, dass es in Düsseldorf nur noch 2 mittelständische Sammelgutspeditionen gibt, und das hat einen Grund. Die Speditionen haben nicht wegen Reichtum geschlossen. Es wird heute noch fast genauso viel für eine Palette von Düsseldorf nach München bezahlt wie vor 25 Jahren. Das konnte also nicht gutgehen. Wir selbst haben das frühzeitig erkannt und schon von Anfang an auf Lager, Logistik und Projekte gesetzt. Heute nach 20 Jahren macht der Umsatz der Sammelgutspedition nur noch die Hälfte des Gesamtumsatzes aus und diese Entwicklung hat uns vor dem Schicksal anderer Speditionen bisher bewahrt. Wir haben immer im Rahmen unserer Möglichkeiten in Technik, in unsere Mitarbeiter und in den Nachwuchs investiert und auch Geschäfte gemacht, die ganz klein, ganz neu und zunächst überhaupt nicht zukunftsorientiert schienen. Wir haben nachhaltig investiert und bereits seit Jahren Lagerhallen mit LED ausgestattet. Unsere Fahrer nutzen LKW’ s mit modernster Abgastechnik. Bis Anfang 2018 kommen noch 19 nagelneue Fahrzeuge 3,5 to,7,5 to und 15 to dazu. Wir haben den ersten E-Golf und den ersten E Transporter für die Innenstadt und werden unsere Flotte noch dieses Jahr weiter auf Elektromobilität umzustellen. Und wenn jemand dann sagt, alles quatsch, Strom kommt aus der Braunkohle und ist genauso umweltschädlich, dann lade ich sie gerne bei Gelegenheit mal auf dieses Dach hier oben oder am Fallhammer 2 ein, wo Fotovoltaikanlagen die Sonnenenergie in Strom umwandelt  und uns nicht nur zum Betrieb der Zapfanlage im Bierwagen die ausreichende Stromversorgung sichert. Gut, heute sollten wir vielleicht wegen Temperatursturz noch ein paar Briketts zu Seite legen, nichts ist eben perfekt! Was ich aber sagen möchte ist, dass uns die Umwelt am Herzen liegt und wie die meisten hier schon wissen die Menschen! Wir beschäftigen Menschen aus über 20 Ländern dieser Erde, seit 2 Wochen sogar aus 22 Ländern, eine Mitarbeiterin aus Mexiko und unterstützt, die bei uns äußerst umweltfreundliche Fahrzeuglogistik.
Einem jungen Mann, der zu Fuß aus Afghanistan fliehen musste und für uns unvorstellbare Dinge erlebte, konnten wir einen zusätzlichen Ausbildungsplatz einrichten. Einem weiteren nicht ganz so jungen Mann konnten wir ebenfalls einen Ausbildungsplatz einrichten und so die Abschiebungen in Länder verhindern, die alles andere als „sichere Herkunftsländer“ sind.

Ich möchte damit gleich für unser Projekt SOS Kinderdorf werben. Wir unterstützen ein Kinderheim in Damaskus, wo Kinder, die im Krieg ihre Familie verloren haben, unterkommen können und wieder eine Zukunft haben. 54 unserer Mitarbeiter spenden bereits monatlich zwischen 1 Euro  und 20 Euro vom Gehalt ,so kommen jeden Monat schon 320 Euro zusammen, die Firma legt noch 50 % dazu, so dass wir jeden Monat fast 500 Euro überweisen können. Jeder Euro zählt dort und wir würden uns sehr freuen, wenn aus den 54 Mitarbeitern viel mehr werden und wir gemeinsam für einen wirklich greifbaren und guten Zweck viel erreichen und uns daran erfreuen können. Ich bin sicher ,dass einige unserer Mitarbeiter auf der letzten Mitarbeiterversammlung am 13.Mai 2017 das gar nicht so mitbekommen haben und die 40 neuen Mitarbeiter die seit Mai neu dazugekommen sind, das noch gar nicht wissen. Machen Sie mit, fragen sie einen der 54 Unterstützer hier und sehen sie was mit dem wenigen Geld möglich ist. Wir hängen zu diesem Zweck unten vor die Dispo nochmals eine Liste aus und wenn Sie mögen tragen sie sich ein und schreiben einen Betrag dazu.

So was gib’s noch? Es gibt das neue Projekt, das jetzt an den Start geht: „Incharge“. Die Versorgung der Innenstadt in Düsseldorf mit viel weniger Fahrzeugen, außerhalb der Rush Hour, und unglaublich wenig Emmissionen und Lärm. Aus meiner Sicht der erste wirkliche Start in ein neues Zeitalter, für eine gesunde Stadt, in der Mensch, Handel und Verkehr sich nebeneinander und miteinander wohlfühlen. Ich sehe die Versorgung der Innenstadt wie schon Julius Cäsar 46 Jahre vor Christus ganz einfach! Nachts wird geliefert, tagsüber gelebt. Gestank, Lärm, Gefahren und Stress zugunsten einer lebenswerten Innenstadt vermeiden. Und wer träumt nicht ab und zu von den Heinzelmännchen? Die Heinzelmännchen waren der Sage nach Düsseldorfer (eigentlich Kölner) Hausgeister. Sie verrichteten nachts, wenn die Bürger schliefen, deren Arbeit. Da sie dabei jedoch beobachtet wurden, verschwanden sie für immer. Wir sind dabei da nochmals nachzufragen! Lassen Sie sicher überraschen, was da in den nächsten Wochen passiert. Dann gibt es noch unseren Neubau der hier vorne rechts, entstehen wird, mit 12.000 qm Lager, 2.000 qm Verwaltung, einer Kantine und mit großen Innovationen schon zum nächsten Sommerfest fertig sein wird. Dann planen wir den Ausbau unserer Montagelogistik, immer mit dem Hintergrund der Vermeidung sinnloser Transporte. Wir bereiten die Firma auf die nächsten 20 Jahre. Die Firma steht mit meinem Sohn Michael, den Führungskräften und Mitarbeitern, auf festem Boden.

Miteinander sprechen, und nicht übereinander. Keine Email, keine SMS, kein Whats App, und schon gar kein Twitter, wird jemals das persönliche Gespräch ersetzen. Damit möchte ich meine Rede zu Ende bringen aber sie abschließend noch um eines bitten: die neue Politik der Stadt Düsseldorf fördert endlich auch mal wieder die Industrie im Hafen mit vielen Maßnahmen. Ich hätte damit nicht gerechnet und habe einen Teil meines Glaubens, dass eine gute Politik uns alle weiterbringt wieder aufleben lassen können. Gehen Sie nächste Woche Sonntag zur Wahl, wählen Sie was sie wollen, aber bestimmen Sie mit, was auf uns alle in den nächsten Jahren zukommt. Es war lange nicht so wichtig wie heute.
Es geht, wenn man genau hinsieht, mittlerweile auch um Krieg oder Frieden!

Nun wünsche ich uns einen schönen, entspannten Abend mit der Band „Black and White“. Mit gutem Essen, gutem Bier, Wein und alkoholfreien Getränken unseres noch Lieblingsgetränkekonzerns.

Holger te Heesen
Düsseldorf, 09.09.2017

 

Ein Testtext

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