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Strassenmaut ab 02.November 2003
ab dem 2.November 2003 wird nun die Straßenmaut für den Schwerlastverkehr ab 12 to zulässigem Gesamtgewicht auf deutschen Autobahnen eingeführt.
Dieser Antrag der Bundesregierung ist am 22.05.03 durch den Bundesrat genehmigt worden und hat somit das letzte deutsche Entscheidungsgremium durchlaufen.
Als "Kompromiss" um die Zustimmung der CDU / CSU und FDP im Bundesrat zu erreichen, wurde der Satz zunächst von 0,15 € auf 0,124 € gesenkt.
Mittelfristig wird jedoch die Anhebung auf 0,15 € pro km erfolgen.
Es ist im Gegenzug geplant, die Steuerbelastung aus der Mineralölsteuer sowie aus der Steuer auf Treibstoff für deutsche Unternehmen auf das EU - Mindestniveau abzusenken.
Soweit das überhaupt möglich sein wird , erfolgt eine entsprechende Information der Regierung.
Die zunächst geplante Straßenmaut von 0,15 € hatte Gültigkeit für alle Fahrzeuge auf deutschen Autobahnen,also auch für die Ausländischen Fahrzeuge.
Eine gleichzeitige Absenkung der KFZ Steuer für deutsche Fahrzeuge wie zunächst geplant, hätte einen finanziellen Ausgleich zu den im Ausland bereits subventionierten Fahrzeugen ermöglicht.
Dies fällt nunmehr weg und der Wettbewerb innerhalb Deutschlands wird sich weiter zu Gunsten der ausländischen Frachtführer verschieben.
Diese Regelung wird die deutschen Unternehmen noch schwerer belasten, wie beim ersten Vorschlag.
Sachlich ändert sich zunächst, dass die zusätzliche Kostenbelastung für die Nutzer von Fahrzeugen mit einer Nutzlast über 12 to nicht 16,66 % wie bei einem Satz von 0,15 € pro Km sondern um 13,78 % steigt.
Die Strassenmaut wird weiterhin im voraus kassiert und eine erhebliche Liquiditätsbelastung bedeuten.
Der Fahrer meldet die voraussichtliche Fahrtstrecke an z.B. Düsseldorf - München und sofort werden 620 km x 0,124 = 76,88 € vom Konto abgebucht oder im voraus an Tankstellen bar bezahlt.
Im Februar 2003 sind unsere LKW ab 12 to insgesamt 148.560 km auf den Autobahnen unterwegs gewesen.
Die Kilometer auf den Landstraßen und Innenstädten oder mit kleineren Fahrzeugen sind hierbei nicht berücksichtigt.
Der zusätzliche Umsatz und Liquiditätsbedarf alleine für unser Unternehmen beträgt somit pro Jahr ca.230.000 €.
Proportional wird das bei anderen Speditionen ähnlich sein.
Wir gehen heute davon aus, dass die Preise aufgrund der Maubelastung ab 02.November für Stückgut um 5,5 % und die Preise für Teil und Ladungspartien sogar um 16 % steigen werden.
Zur Berechnung gibt es 2 Möglichkeiten, entweder werden die Kosten für die Maut in die Tarife integriert oder in der Rechnung als Zuschlag ausgewiesen.
ABC-Logistik GmbH
Holger te Heesen
Düsseldorf,
26. Mai 2003
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